A+ R A-

 

Schulhund-Konzept

 

"Unsere" Luna


  1. Einleitung

Gesellschaft und Schule haben sich verändert. Die Schule ist nicht mehr nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern sie wird zunehmend ein Sozialisierungsort für Kinder, der einen immer größeren Beitrag zur Entwicklung sozialer Kompetenzen leistet. Schule muss und hat sich verändert, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Der Einsatz eines Schulhundes als pädagogischer Helfer ist ein Baustein und ein möglicher Weg dazu (vgl. Schulhund-Konzept der Grundschule Gerhart Hauptmann, Potsdam).

Ein Schulhund ist nach Heyer/Kloke „ein speziell ausgebildeter Hund, der zur Unterstützung pädagogischer Prozesse aktiv und regelmäßig von Pädagogen in den Unterricht integriert wird...

Als Co-Pädagoge unterstützt der Hund den Lehrer bei dessen Erziehungs- und Bildungsauftrag.“ (Heyer/Kloke: Der Schulhund, 2013).

Die natürliche Affinität vieler Kinder zu Hunden wird in der pädagogischen Arbeit in der Schule dabei genutzt.

Bisherige Forschungen von Erziehungswissenschaftlern zeigen, dass bereits die Anwesenheit eines Hundes die Lernatmosphäre im Klassenzimmer positiv verändern kann.

 

 

  1. Ziele beim Einsatz eines Schulhundes

-Förderung der Lernatmosphäre

-Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenz

-Steigerung der Aufmerksamkeit und Konzentration

-Förderung der Wahrnehmung von Bedürfnissen

-Einhaltung von Regeln

-Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein

-Förderung des Selbstvertrauens

 

 

  1. Voraussetzungen

Für den Einsatz eines Schulhundes ist die Befürwortung durch die Schulleitung ausschlaggebend. Auch die Akzeptanz des Kollegiums, der Schulkonferenz und der Eltern ist eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Arbeit.

Schulträger, Staatliches Schulamt, Gesundheits- und Veterinäramt sind über den Einsatz eines Schulhundes informiert.

Für den Hund besteht eine Haftpflichtversicherung, die den Einsatz des Hundes in der Schule mit abdeckt.

Ein Gesundheitsattest des Tierarztes und der aktuelle Impfstatus (im Heimtierpass dokumentiert) liegen ebenso vor. Alle Impfungen und Entwurmungen werden regelmäßig im vorgeschriebenen Intervall durchgeführt.

 

 

  1. Einsatz eines Schulhundes

Nicht jeder Hund eignet sich für den Einsatz als Schulhund. Der Hund sollte ein freundliches Wesen besitzen, wenig stressempfindlich, nicht außergewöhnlich geräuschempfindlich und absolut verträglich mit Kindern sein.

Der Einsatz eines Schulhundes erfolgt nur im Team Hund-Hundeführerin. Er berücksichtigt sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch die des Hundes.

Der Kontakt mit dem Hund findet unter Berücksichtigung der erarbeiteten Rituale und Regeln statt.

Nach jedem Kontakt mit dem Tier waschen sich die Kinder die Hände.

Während der Frühstückspause darf der Hund nicht frei in der Klasse umherlaufen. In den Pausen bleibt der Hund im Schulhaus und geht nicht mit auf den Schulhof.

 

 

  1. Unsere Schulhündin Luna

Luna ist eine weiße, kleine und fröhliche Labradorhündin. Sie ist im Juni 2017 geboren und lebt seit ihrer achten Lebenswoche bei Frau Merkelbach.

Luna absolvierte mit ihrer Hundehalterin zusammen einen Kurs für Junghunde an einer Hundeschule in Karlsruhe und eine Ausbildung zum Schulhund am Ausbildungszentrum für Tiergestützte Pädagogik in Rheinland-Pfalz.

Regelmäßig besucht Luna mit Frau Merkelbach Fortbildungen, die u.a. vom Arbeitskreis Schulhund Baden-Württemberg angeboten werden.

 

Ist Luna in der Schule und im Klassenzimmer anwesend, wird dies durch ein Schild an der Klassentür gekennzeichnet. Sie läuft nie allein im Schulgebäude herum.

Die Pausen verbringt Luna im Klassenzimmer und nicht auf dem Schulhof.

 

 

  1. Regeln

Bevor die Schüler ersten Kontakt mit der Schulhündin Luna haben, werden zunächst die Regeln besprochen.

 

  1. Wir verhalten uns leise.
  2. Wir geben Luna nichts zu essen, außer Leckerlis.
  3. Wir rennen nicht im Klassenzimmer.
  4. Schläft Luna, dürfen wir sie nicht stören.
  5. Nur immer ein Kind streichelt Luna.
  6. Wir lassen nichts auf dem Boden liegen und schließen unsere Schulranzen.
  7. Befehle erteilt nur Frau Merkelbach oder ein beauftragtes Kind.
  8. Wir waschen uns nach dem Anfassen/vor dem Essen die Hände.

 

 

 

  1. Schuljahr 2019/20

 

7.1 Klassenbegleithund Kl. 3t

An einem bis zwei Vormittagen begleitet Luna Frau Merkelbach im Unterricht der Klasse 3t.

 

Ziele:

  • Verbesserung des Lernklimas
  • Schaffung einer ruhigen Lernatmosphäre
  • Verbesserung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Förderung des sozialen Miteinanders

 

Inhalte/Ablauf:

  • Besprechung der Regeln im Umgang mit dem Hund
  • Begrüßungsritual/ Leckerchengabe /Interaktion
  • Hund sucht sich Kind/Kinder aus, bei dem er während des Unterrichts liegen möchte (nach Einverständnis des Kindes)
  • Schluss: Abfragen nach Einhaltung der Regeln

 

 

7.2 Hunde-AG

Die Hunde-AG findet jeden Donnerstag von 15 bis 16 Uhr im Rahmen des Nachmittagsangebots „Die Welt entdecken“ statt.

 

Ziele:

  • Achtsamer und respektvoller Umgang mit Hunden
  • Förderung der Sozialkompetenz (Rücksichtnahme, Regelbewusstsein, Übernahme von Verantwortung)
  • Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins

 

Inhalte:

  • Basiswissen Hund
  • Erstellen von Regeln im Umgang mit einem Hund
  • Körperbau und Körpersprache eines Hundes
  • Bedürfnisse eines Hundes
  • Hunderassen
  • Training und Bewegung mit dem Hund
  • Delegation an Kinder: Tricks/Bewegungsparcours...
  • Hundespielzeug herstellen
  • Hundekekse backen
  • ....

 

 

Suche...